alban janson | graphit + tusche

24. juni – 8. juli 2022

„wie kommen diese bilder zustande? bei den arbeiten mit bleistift oder graphit auf papier (2018 – 2022) entsteht am anfang ein zunächst ganz gleichmäßiges diffuses, zunehmend verdichtetes strichgewebe, das nichts darstellt. man mag allenfalls an eine streuung von kleinen partikeln denken, eine zerstäubung von materie, wie in nebel, staub oder rauch, die den raum der bildfläche füllt, eine art substanz von räumlichkeit. aus deren bedeutungsfreiem rauschen geht in der weiteren bearbeitung erst ganz allmählich eine meist unerwartete bildwirklichkeit hervor, formen die unversehens in den unregelmäßigkeiten der struktur aufscheinen und schließlich vorsichtig verdeutlicht werden, ohne das strichgewebe aufzuheben.

in wenigen minuten dagegen werden die tuschezeichnungen (2017) spontan und sehr schnell mit dem chinesischen tuschepinsel aufs blatt gesetzt. in vielen versuchen entsteht auf diese art eine sehr große zahl von blättern, aus denen wenige als gültige ergebnisse ausgewählt werden.“ – alban janson

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